Bevor du kamst
Ich wandelte so durch die Welt,
ganz unbeschwert, wie’s mir gefällt.
von Ort zu Ort, ganz sorgenfrei,
dacht ich mir: “Was ist schon dabei?”
So ging’s tagaus und auch tagein,
viel schöner konnte es nicht sein.
bis plötzlich fiel auf meinen Kopf
ein eiseskalter Regentropf.
Und nach dem einen kamen zwei
Und dann noch tausend mehr herbei.
Nicht nah, nicht fern ein Schutz zu seh’n,
Ich dacht’, ich müsste untergeh’n.
Doch dann brach jäh der Himmel auf,
ein blonder Engel stieg herab.
Ich wusst’, dass ich nicht fürchten brauch’,
weil ich sie an der Seite hab'.
Dann ließen mir die Kräfte nach,
doch sie ganz leise zu mir sprach:
“Schließ nur die Augen, sorge nicht,
denn ich bin hier, beschütze dich!”
Seit jenem Tag ist sie bei mir,
nur wegen ihr bin ich noch hier.
denn schreite ich je unbedacht,
ist sie es, die darüber wacht.