Der Draufgänger

Wenn’s später wird und draußen Nacht,
für ihn erst recht der Tag erwacht!
Zu feiern steht ihm nun der Sinn
Wo führt der Weg ihn diesmal hin?

Der Alkohol, er fließt in Strömen,
man fängt an, sich dran zu gewöhnen,
Die Augen klein, der Schlaf nicht lang,
er gibt ihm ständig nach, dem Drang.

Von keinem Feste bleibt er fern,
man kennt ihn gut, man hat ihn gern.
Er ist gut drauf den ganzen Tag,
doch niemand, der es hinterfragt.

Die Feiern gehen schnell ins Geld,
doch soll er missen, was gefällt?
So fallen Groschen ungehemmt
in Spaß, den er sein Leben nennt.

Kein einz’ges Fest, das er verpasst,
der Spaß wird schon sehr bald zur Last.
Allein schafft er den Ausstieg nie,
dazu fehlt ihm die Energie.

Die Freiheit sehnte er herbei,
doch war er jemals wirklich frei?
Gesundheit gab er hin im Tausch.
Er stirbt, wie er gelebt, im Rausch.